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Postoperative Maßnahmen und Ergebnisse: Ergebnisse nach Revisionsendoprothetik

  • Bernd Fink

摘要

Aufgrund der geringeren Interdigitation des Zementes in die spongiöse Knochenstruktur bei der Pfannen- und Schaftrevision im Vergleich zur Primärimplantation sind die Standzeiten zementierter Pfannen und Schäfte bei Revisionsoperationen signifikant schlechter als die zementloser Systeme. Zementlose hemisphärische Pfannen und Schaftssysteme mit proximaler Fixation haben bei Knochendefekten vom Typ Paprosky I und II gute, bei höhergradigen Defekten jedoch schlechte Ergebnisse mit hohen Subsidence-, Migrations- und Lockerungsraten. Bei Defekten vom Typ II und teilweise IIIA können Abstützschalen verwendet werden, die allerdings bei größeren Defekten des hinteren Pfannenpfeilers schlechtere Standzeiten aufweisen. Bei Knochendefekten vom Typ Paprosky IIIA und IIIB kommen Individualimplantate oder modulare Pfannensystem zum Einsatz. Bei Knochendefekten vom Typ Paprosky III und IV kommen am Femur distal fixierende Revisionsschäfte zum Einsatz. Modulare Pfannensysteme mit Augmentaten haben den Vorteil, dass sie schrittweise den Defekt intraoperativ kontrolliert verkleinern lassen und das Pfannensystem in situ individuell erstellt wird. Die Verwendung von Individualimplantaten kann den Nachteil haben, dass der Defekt nach der Entfernung des alten Implantates nicht mehr dem bei der präoperativen Planung entspricht. Modulare Schaftsysteme haben den Vorteil, dass die einzelnen Ziele beim Schaftwechsel schrittweise hintereinander erreicht werden können (mit der distalen Komponente die sichere distale Fixation und anschließend mit der proximalen Komponente die Einstellung der Beinlänge, des Offsets und der Antetorsion. Die Montage sollte hierbei immer in situ erfolgen. Monoblock-Systeme sollten bei fehlender knöcherner Abstützung in Höhe der modularen Verbindung und bei notwendig hohem Offset eingesetzt werden.