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Stress und Arbeitsbelastungen

  • Peter Michael Bak

摘要

Arbeit, selbst wenn sie sinnstiftend und mit viel Freude und Motivation ausgeführt wird, kann auch belastend sein bzw. unsere Möglichkeiten überschreiten, unseren Körper und Geist überbeanspruchen und uns krank machen (Nixon et al., 2011). Dies scheint in den letzten Jahren sogar zunehmend der Fall zu sein, betrachtet man die Zahl an Arbeitsunfähigkeitstagen als Indiz dafür. Im Jahr 2019 lagen diese nach Angaben der Techniker Krankenkasse (2020) in Deutschland bei 15,4 Tagen, die häufigsten Diagnosen fielen dabei auf psychische Störungen. Als Hauptursache dafür wird wiederum Stress angesehen. Stress kann allgemein als ein Geschehen beschrieben werden, bei dem als Reaktion auf eine Belastung oder starke Beanspruchung (Stressoren) körperliche und/oder psychische Veränderungen stattfinden, die als unangenehmer Spannungszustand empfunden werden und das Wohlbefinden stören, bei längerer Dauer sogar schädigen können (zum Überblick vgl. z. B. Cooper & Dewe, 2008). Stress ist aber nicht per se schlecht. Das hat bereits Walter B. Cannon (1914) in seinen Tierexperimenten beobachten können. In (lebensbedrohlichen) Gefahrensituationen werden Adrenalin und Blutzucker ausgeschüttet, was den Organismus schlagartig und mit maximaler körperlicher Energie versorgt und ihn so für ein überlebenssicherndes Verhalten vorbereitet. Erst wenn der Organismus im Dauerstress ist, wird dies zu einer ernst zu nehmenden Belastung (◘ Abb. 5.1).