Arbeitsgestaltung
摘要
Anhand der im vorherigen Kapitel beschriebenen Arbeitsanalyse lassen sich Schwierigkeiten und Schwachstellen im Arbeitsablauf feststellen. Sie beschreibt den Ist-Zustand der Arbeit und ist damit Grundlage für die Formulierung und Gestaltung des Soll-Zustandes und von Veränderungsprozessen, die zum gewünschten Ziel führen. Letzteres ist Gegenstand der Arbeitsgestaltung: „Allgemein werden unter Arbeitsgestaltung alle technischen, organisatorischen und ergonomischen Maßnahmen verstanden, die sich auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeitsumgebung, des Arbeitsablaufs, der Arbeitsorganisation und der Aufgabeninhalte beziehen“ (Schaper, 2019, S. 412). Diese Veränderungsprozesse können dabei im Sinne einer korrektiven Arbeitsgestaltung dazu eingesetzt werden, faktische und erkannte Mängel zu korrigieren, z. B. den Austausch von Bürostühlen oder Computermonitoren. Von präventiver Arbeitsgestaltung spricht man stattdessen, wenn es darum geht, bereits bei der Planung und Konzeption von Arbeitsprozessen und -bedingungen gesundheitsschädliche oder psychosoziale Beeinträchtigungen zu verhindern. Beispiele dafür wären die Planung von Arbeitsabläufen, die Unfälle unwahrscheinlich machen, oder die räumliche Abtrennung von Lärmquellen. Die prospektive Arbeitsgestaltung geht noch weiter und versucht Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen. Beispiele dafür sind individualisierbare Arbeitssysteme, die den unterschiedlichen Nutzerbedürfnissen und -qualifikationen besser gerecht werden. Wird von differenzieller Arbeitsgestaltung gesprochen, dann ist gemeint, dass es auch unterschiedliche Arbeitsstrukturen geben kann, die von den Beschäftigten gewählt werden können (z. B. Ulich, 1995)