„Das alles ergibt keinen Sinn“
摘要
Der Beitrag behandelt Georg Kleins Libidissi (1998) im Kontext von dessen innovativem Spiel mit Genrekonventionen. Dazu wird zunächst der Agentenroman als Untergattung des Thrillers betrachtet und dann exemplarisch an der Agenten-Figur Spaik sowie einer Betrachtung der Kapitelüberschriften gezeigt, inwiefern Klein mit den Genrekonventionen spielt, sich diese aneignet sowie auf einer Metaebene einen poetologischen Diskurs über Kohärenz und ‚Sinn‘ führt. Zentraler Ausgangspunkt ist dabei die These, dass Klein die Prämisse des Thrillers der Erzeugung von Spannung durch Unsicherheit ernst nimmt, künstlerisch fruchtbar macht und auf eine Metaebene überträgt. Die Unterwanderung der Genrekonventionen steht dabei exemplarisch für ein Unterwandern von Struktur- und Kohärenzbildung an sich als Teil eines poetologischen Konzepts.