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Schöne Künste, schöner Schein

  • Kai U. Jürgens

摘要

Der Schriftsteller Jörg Fauser (1944–1987) genießt im Bereich des literarischen Kriminalgenres seit langem ikonischen Status, wird akademisch aber weiterhin nur zögerlich rezipiert. Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit dem zunächst in Fortsetzungen erschienenen Roman Kant (Buchausgabe 1987), der auf Motive der Hardboiled Fiction zurückgreift und einen Privatermittler schildert, der im Umfeld der Münchener Schickeria einen Entführungsfall aufklärt. In diesem Rahmen spielt bildende Kunst eine große Rolle, wobei rasch deutlich wird, dass für die Figuren die Unterscheidung zwischen Echtheit und Fälschung, zwischen Sein und Schein irrelevant ist. In dieser Zuspitzung geht Fauser über seinen früheren Roman Das Schlangenmaul (1985), mit dem Kant einige Motive und Figurenkonstellationen teilt, noch hinaus.