Maskenspiele
摘要
Mit seinem Roman Dr. Mabuse, der Spieler (1921/22) gestaltet der Luxemburger Schriftsteller Norbert Jacques eine beinahe übermächtige Verbrecherfigur, die mit ihren spektakulären Handlungen und außergewöhnlichen Fähigkeiten für Spannung und Nervenkitzel sorgt. Untersucht wird, wie es Mabuse mithilfe von Maskierung und Hypnose gelingt, sein Umfeld zu manipulieren und sein kriminelles Netzwerk zu expandieren. Mit Bezug auf das leitmotivische Spiel kommt ferner seine ambivalente Disposition als strategischer Akteur und tollkühner Hasardeur in den Blick. Schließlich wird diskutiert, inwiefern Jacques mit seinem Roman einen Thriller avant la lettre vorgelegt hat.