Pascal und die Destruktion der Metaphysik: Blumenberg und Derrida im Vergleich
摘要
Als außerordentlicher Gipfel der jansenistischen Theologie betreibt Pascal eine „Hermeneutik des Paradoxons“, die eine der radikalsten kritischen Dekonstruktionen der Philosophie als metaphysischer Onto-Theologie darstellt. Es scheint daher legitim zu fragen, ob der französische Denker nicht eine wichtige Lektüre, wenn nicht gar eine privilegierte Referenz für die postmetaphysische Reflexion darstellt. Es ist überaus bemerkenswert, bei Hans Blumenberg und Jacques Derrida eine kurze, aber theoretisch dichte Auseinandersetzung mit Pascal zu finden, was es uns erlaubt, eine strukturelle Verbindung zwischen Prozessen der Destruktion der metaphysischen Tradition und theologischen Dispositiven anzudeuten. In diesem Artikel soll versucht werden, die wichtigsten Merkmale dieser Konfrontation zu skizzieren, um so einige relevante Fragen für eine eingehende Beschäftigung mit diesem umfassenderen Problem zu identifizieren.