Heidegger und Pascal
摘要
Martin Heidegger (1889 bis 1976) war ursprünglich für den Priesterberuf bestimmt gewesen, verließ aber bald das Priesterseminar, um zunächst Theologie, dann Philosophie zu studieren. Seine Lehrtätigkeit in Freiburg und Marburg stand zunächst noch im engsten Kontakt zu Fragen der Mystik, zu Paulus und Meister Eckhardt. In „Sein und Zeit“ (1972) treten die Analysen Pascals zur „Seinslage“ hervor: zur Unruhe vor allem; Heidegger teilt dieses Interesse mit Walter Benjamin und Erich Auerbach. Nach 1933 wurde sein Horizont von Hölderlin geprägt und die Frage nach den „entflohenen“ Göttern stellte sich. In diesem Kontext wuchs die Distanz gegenüber Pascal, Heidegger als postchristlicher Denker nahm nun eher Partei für den „Gott der Philosphen“.