Adaptation
摘要
In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit der Frage, was man unter einer Adaptation versteht, wie man sie erkennt und untersucht. Ob irgendeine Eigenschaft eines Organismus adaptiv ist, ist nämlich gar nicht so einfach zu erkennen. Die Problematik wird an verschiedenen Beispielen illustriert, darunter werden das große menschliche Gehirn, das Fortbestehen des Wurmfortsatzes des Blinddarms, der lange Giraffenhals, weibliche Fortpflanzungsorgane der Tüpfelhyäne, Miniaturisierung lungenloser Salamander u.a. „Kuriositäten“ besprochen. Die Arten passen sich an, wobei der Motor der adaptiven Änderungen die intraspezifische Selektion ist. Diese Änderungen verlaufen meistens graduell, in kleinen Schritten. Beobachten können wir den Mechanismus von Kompromissen (trade-offs) und Optimierungen bei der Untersuchung von life histories, des Fortpflanzungsverhaltens, der Verschiebungen des Geschlechterverhältnisses etc. Ein wichtiger Aspekt, der im Kontext der Adaptation besprochen wird, sind auch Kultur und Tradition. Es werden klassische darwinistische Begriffe wie Atavismus und Rudimente, sowie auch später eingeführte Begriffe wie Exaptation, Spandrille, Panglossismus, Meme vorgestellt. Kreationismus und Lamarckismus kommen nochmals unter Lupe.