Krzysztof Penderecki
摘要
Die mißgestaltete Priorin des Ursulinenordens Jeanne liegt nachts auf ihrem Bett und betet. Sie sieht in einer Vision Grandier, den Pfarrer von St. Peter, gefoltert auf eine Tragbahre geschnallt und begleitet von einer großen Prozession. Der Zug hält vor Jeanne an. Grandier wird auf den Boden gesetzt. Er fragt, was das für ein Ort und wer diese Frau sei. Der Kommissar des Königs antwortet, es sei das Ursulinenkloster und die Frau sei die Priorin Jeanne, an der er gesündigt habe und die er um Vergebung bitten solle. Grandier beteuert, nichts dergleichen getan zu haben. Die Vision verschwindet. Schwester Claire kommt mit einem Brief, in dem Pfarrer Grandier der Priorin mitteilt, er könne zu seinem Bedauern die angebotene Einladung, geistlicher Berater des Klosters zu werden, wegen seiner zahlreichen anderweitigen Pflichten nicht annehmen. Jeanne zerreißt den Brief und drückt ihn an ihr Herz. Sie gesteht sich ein, bei der Einladung nicht an Gott, sondern an den Mann gedacht zu haben. In ihrer krankhaften Phantasie sieht sie Grandier in den Armen der jungen schönen Witwe Ninon. Unter Zuckungen fällt sie auf die Knie und ruft: »Wo bist Du, Geliebter? Liebe? Jetzt, jetzt, jetzt!« Aus der Kirche St. Peter kommen Adam, der Apotheker, und Mannoury, der Chirurg. Adam äußert sich begeistert über die Predigt des Pfarrers. Als gleich danach die Witwe Ninon die Kirche verläßt, meint der Chirurg, dem zufriedenen Aussehen nach bekümmere die junge Frau anscheinend der Witwenstand nicht.