Jean-Baptiste Lully
摘要
Prolog: Der Gott der Zeit huldigt, umgeben von seiner aus den Stunden gebildeten Dienerschaft, Ludwig XIV., dessen Ansehen dasjenige sämtlicher bisher als berühmt geltender Heroen in den Schatten stelle. Obwohl es Winter ist, hat sich sogar die Frühlingsgöttin Flore in Begleitung von Zephiren und Nymphen bei Hofe eingefunden, um dem Souverän ihre Reverenz zu erweisen. Die Frühlingszeit stehe dazu nämlich nicht zur Verfügung, da sich der König dann wieder zur Mehrung seines Ruhms als Kriegsherr betätigen werde. Danach tritt – umgeben von streitsüchtigen Helden der Antike – Melpomène, die tragische Muse, herein. Sie will dem heiteren Treiben Flores Einhalt gebieten, damit auf Geheiß der Göttin Cybèle die Erinnerung an deren Liebling Atys wachgehalten werde. Den Dissens zwischen Flore und Melpomène schlichtet die Götterbotin Iris: Gemäß dem Wunsch der Cybèle sollen Frühlingsgöttin und Muse sich versöhnen, um im Einklang von Natur und Kunst das Schicksal des Atys zur Darstellung zu bringen. Alle hoffen, daß der König bei dem bevorstehenden Schauspiel Zerstreuung finden möge.