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Charles Gounod

  • Charles Gounod

摘要

Verzweifelt erhebt sich Faust, der die ganze Nacht hindurch wieder über seinen Folianten gesessen hat, mit den ersten Sonnenstrahlen, die der anbrechende Morgen in seine Studierstube sendet. Trotz eifrigen Forschens ist es ihm nicht gelungen, den Nebel vor den Geheimnissen und Rätseln der Welt zu zerreißen. Bei seinem vorgerückten Alter ist er des Ringens nach Erkenntnissen müde geworden. Aber nur der Tod kann ihn von dem angeborenen Trieb nach Wissen befreien; er greift daher nach dem Giftbecher. In diesem Augenblick ertönt aus der Ferne der frohe Gesang junger Mädchen und der Landleute, die mit einem Lob auf Gott zu ihrer Arbeit ziehen. Die Nennung des Namens Gott erweckt in Faust neuen Unmut; er verflucht alles irdische Glück und ruft schließlich den Satan herbei. Dieser erscheint augenblicklich vor ihm in Gestalt eines Edelmannes und fragt ihn nach seinem Begehr; er bietet ihm seine Dienste an mit der Versicherung, daß er ihm alles verschaffen könnte, was sich sein Herz wünsche. Als Gegenleistung verlangt Mephisto die Unterzeichnung eines Paktes, wonach Faust im Jenseits ihm gehören solle.