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Viktor Ullmann

  • Viktor Ullmann

摘要

Ein Prolog per Lautsprecheransage: In ihm wird »Der Kaiser von Atlantis – eine Art Oper in vier Bildern« angekündigt, das Personal des Stückes vorgestellt und zur im »Irgendwo« spielenden Eröffnungsszene übergeleitet. Dort sitzen der Tod in Gestalt eines abgedankten Soldaten und der das Lebensprinzip verkörpernde, nun aber zum bärtigen Greis gealterte Harlekin melancholisch auf einer Bank. Sie schauen auf das freudlose, ärmliche Einerlei der Gegenwart, auf die sie, gleichsam in der Rolle von Statisten auf die Zuschauerplätze verbannt, anders als in der Vergangenheit keinen gestalterischen Einfluß mehr haben. Harlekin beklagt sich über seine Nutzlosigkeit, die daher rühre, daß die Menschen das Lachen verlernt haben. Der Tod wiederum fühlt sich in seiner Berufsehre als »kleiner Handwerker des Sterbens« gekränkt und aufs Altenteil verwiesen, seit die moderne Kriegsmaschinerie das Sterben zu einem Massenphänomen gemacht habe. Da tritt der Trommler auf und ruft im Namen des die Welt beherrschenden Kaisers von Atlantis den Krieg aller gegen alle aus. Den Tod indessen wünsche sich der Kaiser »im Namen unserer großen Zukunft und seiner großen Vergangenheit« als Fahnenträger, der dem Feldzug voranschreiten solle. Doch zum Popanz eines in allgemeiner Vernichtung endenden Krieges will sich der Tod nicht machen lassen. Er besinnt sich auf die ausschließlich ihm eigene Fähigkeit, den Sterbenden die Seele nehmen zu können, und zerbricht zum Zeichen seiner Weigerung, dieser Aufgabe weiterhin nachgehen zu wollen, seinen Säbel.