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Hitlers Geschenk an die Welt

  • Ernst Peter Fischer

摘要

In den Jahren, die in Geschichtsbüchern vor allem mit der Aufzählung der Schlachten im Zweiten Weltkrieg oder Verweisen auf den furchtbaren Holocaust gefüllt sind und von vielen Millionen Menschen berichten, die dabei unter oftmals fürchterlichen Qualen zu Tode gekommen sind, in diesen Jahren also, in denen die amerikanische Regierung Physikern unter militärischem Oberbefehl den Auftrag gegeben hatte, die im Winter 1938 in Berlin erstmals nachgewiesene Spaltung von Atomkernen mit der dazugehörigen Freisetzung von ungeheuren Energiemengen in Form einer Nuklearwaffe militärisch nutzbar zu machen, womit man das Manhattan Project mit explosivem Ende von 1945 auf seinen historischen Weg gebracht hatte – in diesen weltbewegenden, aufrüttelnden, folgenreichen und vielfach furchtbaren Jahren konnte Max Delbrück in der zurückgezogenen und weltfernen Abgeschiedenheit einer Universitätsstadt in der amerikanischen Provinz – genauer: an der Vanderbilt Universstät in Nashville, Tennessee – in aller Ruhe die Grundlage für das legen, was bald als Bakteriengenetik die Biologie umkrempeln und den Lebenswissenschaften ein bis dahin unbekanntes quantitatives Niveau geben würde (Abb. 6.1). Kein Wunder, dass Delbrück dabei die Vorstellung entwickelte, man könne als Wissenschaftler die Welt selbst dann massiv und anhaltend – also im direkten Sinne nachhaltig – verändern, wenn man gelassen aus dem Fenster schaut und sich seinen umherschweifenden Gedanken überlässt.