Evolution und Emergenz
摘要
Im Jahr 1900 ist viel los. Erst stellt Max Planck in Berlin sein Quantum der Wirkung vor, das mit Sicherheit eine minimale Größe hat – kleiner kann nichts in der Natur werden –, und dann folgt im November Ludwig Boltzmann, der in einer Vorlesung in Leipzig ankündigt, Die Prinzipien der Mechanik vorzustellen, was er auch unternimmt, aber nur, um zuletzt zu einem metaphorischen Quantensprung abzuheben, wie man es heute nennt, auch wenn das Bild ziemlich schief hängt. Zunächst bittet der Redner das Publikum, keinen Tiefsinn zu erwarten, sondern sich auf harmlose Plaudereien zu freuen. Während der Gelehrte fröhlich erst einige strenge Gesetzmäßigkeiten seiner Wissenschaft vorstellt und dann noch von der Schönheit der Blumen und den Formenreichtum der Insekten schwärmt, redet er sich langsam warm, um den großen Schritt zu wagen, von dem er schon länger geträumt haben muss. Boltzmann dringt mit seiner Mechanik in das Gebiet des Geistigen hinein und betrachtet von der Physik her Triebe und Leidenschaften, die in Menschen verankert sein müssen, um sich durch Vererbung im Laufe der Evolution herausbilden zu können. Und dann riskiert er den großen Gedanken, der schon zitiert worden ist: