Thrombose und Thrombophilie bei Kindern und Jugendlichen – Diagnostik und Therapie
摘要
Thrombosen im Kindes- und Jugendalter treten relativ selten auf, dann aber häufig als sekundäre Komplikationen vieler anderer Grunderkrankungen. Das Gerinnungssystem bietet bei Kindern einen gewissen Schutz vor Thrombosen, da Thrombosen auch bei thrombophiler Grunderkrankung seltener als bei Erwachsenen auftreten. Diese thrombophilen Faktoren (Faktor-V-G1691A-Mutation, Prothrombin-G20210A-, Antithrombin-, Protein-C-, Protein-S-Mangel) prädestinieren zwar zu Thrombosen bzw. Rezidivthrombosen, es gibt jedoch keinen Hinweis für eine Häufung in einem spezifischen Alter. Die Diagnostik unterscheidet sich nicht von der bei Erwachsenen. Die Kompressions- und Farbduplexsonografie ist hier immer noch der Goldstandard. Die Therapie besteht primär in der Antikoagulation, wobei es nur für 2 der 4 vorhandenen direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) eine Zulassung im pädiatrischen Bereich gibt und in der Kompressionstherapie. Invasive Methoden bleiben ausgewählten Fällen überlassen.