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Motivationsklärung

  • Markus Gmelch

摘要

In jeder Therapiephase des ziel- und lösungsorientierten Prozesses können motivationale Ambivalenzen auftreten. Ambivalenz kann als ein normalpsychologisches Phänomen angesehen werden, das bei schwierigen Entscheidungs- und Veränderungsprozessen zu erwarten ist: Einige Gründe sprechen für, einige gegen eine Änderung. Wenn die KlientIn Signale dafür gibt, kann die TherapeutIn beiden Seiten Akzeptanz und Anerkennung entgegenbringen. Gemeinsam wird versucht, beide Anteile zu verstehen, was eine reflektierte Entscheidung erleichtern kann. Das echte Interesse der TherapeutIn daran, warum der KlientIn eine Veränderung wichtig ist und was sie zuversichtlich stimmt, diese zu erreichen, kann die intrinsische Motivation immer mehr ans Licht bringen. Drückt sich ein motivationaler Anteil ausschließlich in körperlichen oder emotionalen Phänomenen aus, kann die TherapeutIn einen Rahmen anbieten, in dem die KlientIn diesen erspüren und damit verbundene Bedürfnisse ausdrücken und verstehen kann. Wenn ein Anteil einen anderen unter Druck setzt oder abwertet, kann die innere Konfliktdynamik mit Hilfe von zwei Stühlen explizit gemacht werden. So können die Anteile Verständnis füreinander gewinnen und einen Kompromiss aushandeln, der wiederum zielorientiert verfolgt werden kann.