Unerwünschte Wirkungen jodhaltiger Kontrastmittel
摘要
Moderne jodhaltige Röntgenkontrastmittel (KM) sind sehr gut verträglich. Daher sind unerwünschte Nebenwirkungen selten. Unerwünschte Wirkungen auf intravasal applizierte jodhaltige KM können in allgemeine (Hypersensitivitätsreaktionen) und organspezifische Wirkungen eingeteilt werden. Nach dem Zeitpunkt des Auftretens unterscheidet man akute, späte und sehr späte Reaktionen. In der klinischen Routine spielen die Hypersensitivitätsreaktionen die größte Rolle. Die meisten davon sind selbstlimitierend. Da es auch schwerwiegende Formen mit z. T. lebensbedrohlichen Auswirkungen gibt, muss jede/r Beteiligte mit den Notfallmaßnahmen vertraut sein. Zur Prophylaxe wird bei Patienten mit bekannter Reaktion auf vorherige KM-Gaben nach aktuellen Empfehlungen der ESUR lediglich ein Wechsel der KM-Substanz empfohlen. Bei den Organwirkungen steht vor allem die Schilddrüse im Fokus. Das Risiko einer KM-induzierten Hyperthyreose muss jedoch als sehr gering eingestuft werden. Eine prophylaktische Bestimmung des TSH-Wertes wird nicht generell empfohlen.