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Mikrobiom und MASLD, Leberzirrhose und Leberkarzinom

  • Vanessa Stadlbauer

摘要

Chronische Lebererkrankungen sind häufig mit Veränderungen des Darmmikrobioms, einer erhöhten Darmpermeabilität, vermehrter bakterieller Translokation und Inflammation verbunden. Bei der Entwicklung der metabolisch assoziierten Fettlebererkrankung (MASLD) werden ernährungsbedingte Mikrobiomveränderungen als pathogenetisch relevant eingestuft. Bei Leberzirrhose bestehen deutliche Mikrobiomveränderungen, die auch diagnostische und prognostische Wertigkeit haben. Je nach Ätiologie der Leberzirrhose (Alkoholassoziiert, cholestatische Lebererkrankungen, chronische Virushepatitis) gibt es unterschiedliche beobachtete Mikrobiomveränderungen, die in der Krankheitsentstehung und Progression relevant sind. Auch für das hepatozelluläre Karzinom gibt es Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Mikrobiom und Tumorgenese, sowie auch erste Hinweise, dass die Mikrobiomzusammensetzung mit dem Therapieansprechen in Zusammenhang steht. Bei Leberzirrhose sind auch Mikrobiome an anderen Körperstellen, z. B. im Mund, verändert und finden zunehmend Beachtung in der Forschung. Das Mikrobiom ist eine reichhaltige Quelle für diagnostische und prognostische Biomarker.