Neurologische und neurochirurgische Erkrankungen
摘要
Patienten mit Delir (Syn. Delirium) erleiden eine Störung von Bewusstsein, Aufmerksamkeit, Kognition, Psychomotorik und Affekt, häufig mit Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus. Diesen Störungen liegt ein assoziierter medizinischer Faktor zugrunde, weshalb das Delir daher nicht als eigenständige Erkrankung, sondern als Symptom der Grunderkrankung zu sehen ist. Patienten mit Delir haben eine verlängerte Intensiv- und Krankenhausverweildauer, eine erhöhte Mortalität und Morbidität sowie ein größeres Risiko für bleibende kognitive Defizite (demenzielles Syndrom) und Pflegebedürftigkeit. Bzgl. der Angaben zur Prävalenz besteht in der Literatur eine große Spanne (30–80 % der beamteten Intensivpatienten), aufgrund der häufigeren hypoaktiven Ausprägung besteht zudem die Gefahr, das Delir nicht zu erkennen.