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Praktiken der Wissensvermittlung: Darstellung des Zoos in österreichischen Biologie & Umweltkunde-Schulbüchern

  • Ulrike Schmid

摘要

Das Zurschaustellen nichtmenschlicher Spezies in Zoos und die radikale Einschränkung tierlicher Individualität dienen nach Auffassung der Human-Animal Studies überwiegend der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse nach Unterhaltung. Ein Zoo ist deshalb eher ein „Symbol der Herrschaft“ (Lau, Daniel. 2019. Vorwort. In Schwarzbuch Zoo, Hrsg. Colin Goldner, 11–13. Lengerich/Westf.: animot., S. 13) der Menschen über die Tiere als ein Bildungsort. In diesem Zusammenhang soll geprüft werden, ob bzw. welchen Beitrag die Sozialisationsinstanz Schule zur Konventionalisierung eines „zoological gaze“ (Franklin, Adrian. 1999. Animals and modern cultures. A sociology of human-animal relations in modernity. London, Thousand Oaks, California: Sage.) leistet. Der vorliegende Artikel geht deshalb der Frage nach, in welcher Weise der Zoo im Unterrichtsmedium Schulbuch sprachlich und visuell konzipiert wird. Eine kritisch-diskursanalytische Perspektive sucht zu skizzieren, in welcher Weise das Konzept Zoo beschrieben wird und welche Strategien der Legitimierung der Institution Zoo sich finden. Gegenstand der Untersuchung sind die multimodalen Texte österreichischer Schulbücher des Unterrichtsfaches Biologie & Umweltkunde in der Sekundarstufe I.