Von Pavianen, Meerkatzen und Stubentigern. Eine Gegenüberstellung von Niklas Luhmanns Attributionsansatz und praxeologischen Konzeptuierungen humanimalischer Sozialität
摘要
Nach einem einleitenden Rückblick auf den asymmetrischen Handlungsbegriff Max Webers wird am Beispiel von Erving Goffman und Bruno Latour gezeigt, wie unterschiedlich, ja partiell gegensätzlich praxeologische Konzeptuierungen von Mensch-Tier-Sozialitäten vorgehen, um Engführungen handlungstheoretischer Ansätze zu korrigieren. Es folgt eine Zwischenbetrachtung, die am Beispiel von Walter Bühls Sozialtheorie an die bisweilen verkannte Vorgeschichte der praxistheoretischen Wende erinnert. Der anschließende Abschnitt thematisiert ausführlich die in den Human-Animal Studies bislang kaum rezipierte Kommunikationstheorie Niklas Luhmanns: Versucht wird eine etwas ‚ketzerische‘ Re-Lektüre Luhmanns, die aufzeigt, inwiefern sein attributionstheoretischer Ansatz als eine Ergänzung bzw. Alternative zu praxeologischen Zugangsweisen in Betracht kommt. Abschließend werden einige ausgewählte Prämissen einer systemtheoretischen Konzeptuierung humanimalischer Interaktionen skizziert.