Gastroösophageale Refluxkrankheit
摘要
Von einer gastroösophagealen Refluxkrankheit spricht man, wenn Sodbrennen als Leitsymptom aufgrund von Frequenz und Intensität zu einer Minderung der Lebensqualität führt oder es zu organischen (ösophagealen) Läsionen durch den ständigen sauren Reflux kommt. Betroffen sind in Deutschland ca. 14 % aller Menschen mit im Alter ansteigender Prävalenz. Das Refluxspektrum reicht vom Barrett-Syndrom über die erosive und nicht erosive Refluxkrankheit bis zum hypersensitiven Ösophagus (physiologischer Reflux wird als Sodbrennen verspürt) und zum funktionellen Sodbrennen (Sodbrennen ohne Refluxgenese). Die Beschwerdesymptomatik wird somit neben dem Reflux von Mageninhalt entscheidend durch eine ösophageale Hypersensitivität und – beim funktionellen Sodbrennen – Hypervigilanz bedingt. Dies geht einher mit einer erhöhten Prävalenz von depressiven Störungen und vermehrter Ängstlichkeit bei Patient*innen mit Refluxbeschwerden. Diese Kofaktoren beeinflussen auch den Therapieerfolg und müssen spätestens bei PPI-refraktärem Sodbrennen im Therapiekonzept berücksichtigt werden.