Psychosomatische Aspekte der Analinkontinenz bei Erwachsenen
摘要
Die Fähigkeit, Ausscheidungen kontrollieren zu können, wird bereits im frühen Kleinkindalter erlernt. Kontinenz gehört zu einer gesellschaftlich erwarteten Verhaltensweise. Der unfreiwillige Verlust von Darmwinden oder Stuhl erzeugt bei Betroffenen Schamgefühle und verursacht vielfältige biopsychosoziale Belastungen. Psychischen Störungen wird jedoch auch eine Rolle bei der Entstehung der Inkontinenz zugeschrieben. Eine sorgfältige, die psychosomatischen Aspekte umfassende Diagnoseerhebung und Entwicklung eines interprofessionellen Behandlungsplanes sind unerlässlich, um die Symptomatik bei Betroffenen zu reduzieren und deren Lebensqualität zu verbessern. Im folgenden Beitrag wird ein Überblick über das Krankheitsbild Analinkontinenz gegeben: Ätiologie und Risikofaktoren, diagnostische und therapeutische Maßnahmen werden unter Einnahme der psychosomatischen Perspektive erläutert. Es werden krankheitsbedingte Belastungen und deren Verarbeitung aus Betroffenensicht betrachtet.