Person- und Patient-Centeredness als Versorgungskonzepte
摘要
Als Person anerkannt zu sein, ist für jeden Menschen von existenzieller Bedeutung, da der Personstatus vor Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen schützt. Dabei weist die medizinethische Debatte auf unterschiedliche Definitionen des Personbegriffs hin: einen menschenrechtlichen, der alle Menschen gleichermaßen als Person versteht, und einen interessenethischen, empiristischen, der den Rechtspersonstatus auf kognitiv kompetente Menschen einschränkt. Entsprechend ist der inklusive Ansatz der Person-Centeredness von einer outcome-orientierten Patient-Centeredness zu unterscheiden. Das Handlungskonzept der Person-Centered Care (PCC) weist Überschneidungen zu beiden Ansätzen auf mit der Konsequenz, als Interventionstechnik missgedeutet werden zu können und die Förderung des Personseins zu verfehlen. Demgegenüber ist eine multiprofessionelle Fallarbeit, die Haltungen reflektiert, Betroffenenperspektiven respektiert und organisatorische Abläufe korrigiert, konzeptionell zu stärken.