Ästhetische Perspektiven auf Interspezies-Aushandlungsprozesse als Zukunftsvisionen deliberativer Politiken des Zusammenlebens
摘要
In aktuellen Krisenzeiten steht das hierarchisierende, speziesistische, menschliche Selbstbild zur Debatte, während Fragen der Spezies-Gerechtigkeit und somit der Agency mehr-als-menschlicher Lebewesen in verstärkter Teilhabe bis zu politischer Mitbestimmung und damit grundlegende Fragen des Ein- und Ausschlusses – nicht nur von humanen Gesellschaftsgruppen – neu verhandelt werden müssen. Denkweisen des humanen Exzeptionalismus – oftmals durch die scheinbar besondere Sprachfähigkeit aufgrund exzeptioneller Intelligenz begründet – werden aktuell zugunsten von Aspekten eines verstärkten Miteinander-Werdens (Donna Haraway) hinterfragt. Prozesse der Neupositionierung menschlichen Selbstverständnisses und alternative Konzepte von Interspezies-Demokratiestrukturen mit deliberativen Verständigungsformen (Eva Meijer) werden im Spiegel künstlerischer Arbeiten von Krõõt Juurak und Alex Bailey, Erik Bünger sowie Pinar Yoldas reflektiert, um alternative Weltentwürfe ästhetisch aufscheinen zu lassen.