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Entstehen der Landformen und Felsen im roten Sandstein

  • Wolfgang Dachroth

摘要

Nach Ablagerung des Buntsandsteins wurden im südwestdeutschen und nordostfranzösischen Raum zunächst während der geologischen Perioden von Trias und Jura noch viele hundert bis über tausend Meter Gestein übereinander abgelagert. Von dieser Überlagerung ging ein hoher Belastungsdruck auf die unterlagernden Schichten aus. Die bis Ende Jura einwirkenden Flächenlasten können für die obersten Schichten des Buntsandsteins auf über 3000 t/m2 (entsprechend 30 MN/m2), für die Basisschichten des Buntsandsteins auf über 4000 t/m2, für die Basisschichten des Zechsteins auf über 4500 t/m2 abgeschätzt werden. Unter hohem Druck wurden alle Schichtgesteine komprimiert und liegen seitdem im Untergrund als kompakte und dichte Felsmasse vor. Seit etwa 150 Mio. Jahren (Ende der Jura-Epoche) wird der süddeutsche Raum tektonisch herausgehoben. Südwestdeutschland und die angrenzenden Gebiete von Frankreich sind seitdem nicht mehr Senkungs- und Ablagerungsraum sondern herausgehobenes Festland. Die Gesteine waren während der Kreide- und Tertiärzeit an der jeweiligen Oberfläche der Verwitterung und dem Gesteinsabtrag ausgesetzt. Im Laufe dieser langen Zeiträume hatte das Klima mehrfach gewechselt und ausgehend, zum einen von der Auffaltung und Heraushebung der Alpen, zum anderen durch das Einsinken des die Alpen umgebenden („perialpinen“) Senkungsraums und des Oberrheingrabens, waren neue Senkungs- und Ablagerungsräume entstanden.