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Gesteins- und Schichtenfolgen im Oberrotliegenden

  • Wolfgang Dachroth

摘要

Das Beschreiben der Abfolgen von Gesteinskörpern und Schichten, die „Stratigraphie“, ist die Grundlage für das Rekonstruieren der Erdgeschichte. Nach der von STENO 1669 erkannten Lagerungsregel sind in Schichtenfolgen die unten „liegenden Schichten“ älter als die darüber befindlichen „hangenden Schichten“ (bzw. ist das „Liegende“ älter als das „Hangende“). Diese Erkenntnis ist das stratigrafische Grundprinzip. Lokal und regional aufgenommene Gesteins- und Schichtenfolgen werden mit benachbarten Vorkommen und darüber hinaus weltweit verglichen. Es ist das Ziel, bekannte Schichtenfolgen weltweit definierten Perioden (hier Perm und Trias), überregionalweit definierten Epochen (hier Rotliegendes, Zechstein, Buntsandstein) und regional aufgestellten Zyklen, Folgen, Schichten oder Formationen zuzuordnen. Über das ursprüngliche Beschreiben lokaler Schichtenfolgen hinaus sind Erkenntnisse aus Teildisziplinen der Stratigrafie wie Biostratigrafie (Fossilinhalt), Chronostratigrafie (physikalische Altersbestimmung), Magnetostratigrafie (Ausrichtung der gesteinsinternen magnetischen Minerale), Sequenzstratigrafie (Abfolgen in den übereinanderliegenden Gesteinsschichten, z. B. grob beginnend, nach oben feiner werdend), Lithostratigrafie (Gesteinsmerkmale wie Sandstein, Mergelstein, Kalkstein) und Eventstratigrafie (Zeitmarken wie vulkanische Aschenlagen, magnetische Umpolungen, Einschläge von Meteoriten) zu beachten.