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Stadtgärten in Konzepten der Stadtentwicklung

  • Jürgen Breuste

摘要

Stadtgärten gehören meist nicht zu den Kernthemen der Stadtentwicklung. Oft stehen städtische Funktionen, die mit baulichen Aspekten verbunden sind, im Mittelpunkt. Städte sind jedoch Lebensräume der Menschen. Natur in Städten zu erleben und zu gestalten, bevorzugt in öffentlichen und privaten Gärten, gehört zu den urbanen Grundbedürfnissen und zu einem gesunden Leben in Städten. Kein Konzept der Stadtentwicklung kommt ohne Gärten aus. Die Idee von Gärten in unterschiedlichen Konzeptionen begleitet die Stadtentwicklung und ist heute immer noch attraktiv und erfolgreich. Will man mit dem Begriff „Gartenstadt“ die Verbindung von städtischer Baulichkeit und gärtnerischer Naturintegration in diese verstehen, so eröffnen sich dazu unterschiedliche konzeptionelle Zugänge. Gärten sind lange schon Ziel paternalistischer Sozialfürsorge von Unternehmern in Städten, ermöglichen zusätzliche Nahrungsversorgung und Linderung von Not und Armut. Stadtgärten verschönern aber auch gezielt Städte durch öffentliche Gärten. Urbanes Leben im Haus mit privatem Garten war und ist ein angestrebtes Ideal vieler Menschen. Als Teil sozialreformerischer Konzepte sollten Stadtgärten Selbstversorgung und Wiederannäherung an Natur ermöglichen. Die Moderne stellte sich die Stadtbauten in einer Stadtlandschaft vor, während die Postmoderne eher konzeptionslos auf die sich in die agrarisch-gärtnerische Stadtumgebung ungeplant ausdehnende Bebauung reagiert.