Stadtgärten als Leistungsträger
摘要
Das Konzept der Ökosystemleistungen (ecosystem services) kann zur Unterscheidung und Quantifizierung von Leistungen von Ökosystemen herangezogen werden. Das trifft auch auf Kulturökosysteme wie Stadtgärten zu. Diese Leistungen werden in mindestens drei großen Leistungsgruppen, Versorgungs-, Regulierungs- und kulturelle Leistungen, gegliedert. Während Versorgungs- und Regulierungsleistungen noch relativ gut quantifizierbar sind, fällt dies bei kulturellen Leistungen wie z. B. Erholung deutlich schwerer. Zur Quantifizierung werden häufig Indikatoren in Bewertungsskalen (z. B. Erfüllungsgrad 1–5) verwendet. Die Bewertung kann in verschiedenen räumlichen Bezügen erfolgen. Örtlich kann z. B. der einzelne Garten, ein Park oder eine Kleingartenanlage analysiert und bewertet werden. Aber auch eine Bewertung aller Stadtgärten einer Stadt, ggf. differenziert in öffentliche und private Gärten, ist möglich. Nicht monetäre und monetäre Verfahren wurden dazu entwickelt. Leistungen von Kulturökosystemen sind im Gegensatz zu „unberührter“ Natur nicht kostenlos. Für Stadtgärten fallen Kosten für Fläche und Management an. Angebot und Nachfrage von Ökosystemleistungen können miteinander verglichen werden. Ökosystemleistungen von Stadtgärten werden zunehmend auch bei Planungsentscheidungen wichtig, wenn es darum geht, über ihren weiteren Bestand oder ihren Ersatz durch andere Kulturökosysteme (z. B. Baustrukturen) zu entscheiden. Die Nachfrage nach Leistungen von Stadtgärten ist ungebrochen. Ihr Leistungsangebot immer besser zu nutzen, ist auch das Bestreben von Stadtplanung.