Stadtgärten – gestaltete Ökosysteme
摘要
Gärten sind Kulturökosysteme. Häufig werden bei großen Gärten Teile der vorgefundenen Landschaft in die Garten integriert. Dies betrifft am häufigsten das Relief, oft auch das Fließ- und Standgewässernetz. Beides kann aber bei Bedarf den Gartenbedürfnissen angepasst werden. Der bestehende Vegetationsbestand wird meist nur wenig (z. B. Baumbestand in Landschaftsgärten) in den Garten integriert. Eine Neugestaltung der Vegetation ist i. d. R. das Ziel der gärtnerischen Bemühungen. Der neue Vegetationsbestand wird vom Gärtner geplant, realisiert und gepflegt. Dies ist unabhängig davon der Fall, ob es sich um einen Nutzgarten oder einen Landschaftsgarten handelt. Dabei muss der Gärtner die naturgesetzlichen Prozesse berücksichtigen und kann sie durch Management (Pflege) in die gewünschten Richtungen lenken. Die Auswahl der vorgesehenen Vegetationsbestände der Gärten erfolgt entsprechend der Nutzungsabsichten. Da sie neben Gewässern und Gebäuden das Hauptziel der Gestaltung sind, ist das Management auf ihre vitale Entwicklung ausgerichtet. Dies betrifft die Bodenbedingungen, insbesondere den Nährstoffhaushalt und die Wasserbindung im Boden, den generellen Wasserhaushalt der Pflanzen und deren Strahlungsexposition. In Naturräumen nährstoffreicher Böden und ausreichend pflanzenverfügbarer Niederschläge in der Vegetationsperiode können die vorhandenen natürlichen Bedingungen für die Entwicklung einer reichen Pflanzenwelt ausreichen. Voraussetzung ist, dass Pflanzen aus den betreffenden Naturräumen bzw. vergleichbaren Naturräumen Verwendung finden.