Wie Augen und Sehsinn in die Sprache gelangen (wenn man „den Durchblick hat“)
摘要
Die Augen werden auch als „Fenster zur Seele“ bezeichnet. Gemeinsam mit der mimischen Muskulatur können Augen sehr viel ausdrücken. Die Augenmuskeln unterliegen einer schnellen und nur teilweise dem Willen unterliegenden Reaktion. Die Muskeln, welche die Größe der Pupille steuern oder die Linse scharf stellen, unterliegen überhaupt nicht dem Willen, sodass seelische Vorgänge sehr gut an den Augen abgelesen werden können. Man kann auch mit den Augen Signale senden. So kann durch „das dem Heben der Augenbrauen“ Freundlichkeit oder Sympathie zum Ausdruck gebracht werden. Man kann Wohlwollen ausdrücken, indem man „jemandem zuzwinkert“ oder man kann „jemandem schöne Augen machen“ oder sogar einen „verführerischen Augenaufschlag haben“. Umgekehrt kann man durch Starren drohende Signale aussenden, indem man einen „starren Blick“ oder einen „strengen Blick“ bekommt. Biologen bezeichnen dieses Verhalten als „Drohstarren“, ein Verhalten, das auch bei Tieren vorkommt. Ich kann mich an einen Priester erinnern, bei dem es immer wieder vorkam, dass er seine Predigt unterbrach, wenn ein Kind zu laut wurde und es „drohend anstarrte“ oder der Mutter des lärmenden Kindes einen „vernichtenden Blick“ zuwarf.