Grete Hermann – eine bedeutende Stimme in der frühen Quantenphysik, die leider heute kaum mehr gehört wird
摘要
Die Entwicklung der Quantentheorie war eine der bedeutendsten intellektuellen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts. Sie stellte das Jahrtausende alte philosophische Paradigma des Subjekt-Objekt-Dualismus in Frage. Im Jahr 1932 schienen sich die starken Wogen der (auch philosophischen) Auseinandersetzung um ihre Deutung etwas gelegt zu haben, nachdem es John von Neumann – neben seinem Erschaffen der mathematischen Grundlage der Quantenphysik – gelungen war, einen mathematischen Beweis vorzulegen, wonach es in der Quantenphysik keine so genannten „verborgenen Variablen“ geben kann. Was wie eine eher exotische Randfrage für Mathematiker klingt, behandelt eines der Grundprobleme in der Deutung der Quantentheorie bis heute: Wie verhält es sich in der Quantenwelt mit einer für die meisten von uns so selbstverständlichen unabhängigen, d. h. objektiven Realität? Gibt es im Mikrokosmos überhaupt eine solche objektive physikalische Wirklichkeit, wie wir das in unserer Welt klar zu erfahren meinen? Dies war einer der wesentlichen Punkte, die Grete Hermann als eine bedeutende Pionierin der Quantentheorie hinterfragte.