Wittgenstein über Glauben und Hoffen
摘要
Es sind vor allem die Bemerkungen sowie die Letzten Schriften über die Philosophie der Psychologie, die für Wittgensteins Nachdenken über das Hoffen von Relevanz sind. Dabei verbleibt Wittgenstein nicht bei den auch aus anderen Diskussionen zu mentalen Zuständen bekannten ‚anti-mentalistischen‘ Auskünften; vielmehr entfaltet er, wie die Praxis des Hoffens in Abgrenzung zu benachbarten Konzepten im Leben liegt. Es wird nicht nur eine konzeptuelle Skizze zu einem wesentlichen Lebensphänomen geboten, sondern implizit ein methodischer Vorschlag unterbreitet, indem dieser an einem konkreten Beispiel vorgeführt wird. Dabei wird ein Gestus eingeübt, der phänomenologisch in dem Sinne zu nennen ist, als er sich von der Sache selbst unterrichten lässt. Das steht in Kontrast zu gegenwärtig dominierenden Begriffsanalysen der ‚Hoffnung‘. Die folgenden Ausführungen bieten eine ‚Übersicht‘ zu beiden genannten Aspekten: dem Fragment einer Phänomenologie des Hoffens sowie jener deskriptiven Methode, die dabei leitend ist