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Vom Phänomen zum Mechanismus: Wie lassen sich Biodiversitätseffekte auf Ökosystemfunktionen erklären?

  • Werner Härdtle

摘要

Während das Kap. 5 erläutert, welche Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen bestehen und wie sich Ökosystemfunktionen und Serviceleistungen bei einem Verlust (Aussterben) von Arten verändern können, widmet sich das Kap. 6 den Mechanismen, welche den beschriebenen Zusammenhängen zugrunde liegen und diese erklären helfen. Erläutert werden unter anderem, welchen Einfluss die „Identität“ von Arten auf Ökosystemfunktionen nehmen kann und inwieweit Mechanismen wie „Ressourcenpartitionierung“ oder eine zwischen verschiedenen Arten bestehende „Förderung“ für positive Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen verantwortlich sein können (bspw. die mit einer höheren Biodiversität einhergehende Steigerung der Biomassenproduktion, eine Stabilisierung von Nahrungsnetzen und Nährstoffkreisläufen oder allgemein eine Verbesserung der Ökosystemstabilität). Gezeigt wird, wie Pflanzen oder auch Tiere untereinander die in einem Lebensraum verfügbaren Ressourcen (z. B. Nährstoffe oder Nahrung) untereinander „aufteilen“ und so eine interspezifische Konkurrenz vermeiden oder zumindest vermindern. Eine wechselseitige „Förderung“ oder mutualistische Beziehungen, welche gleichermaßen häufig zwischen den verschiedenen Arten eines Lebensraumes bestehen, werden an Beispielen zu Pflanze-Pflanze-Interaktionen, Pflanze-Mykorrhiza- und Pflanze-Mikroben-Partnerschaften sowie multitrophischen Interaktionen zwischen Pflanzen, Tieren und Organismengruppen wie Pilzen oder Bakterien veranschaulicht.