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Die Himmelspaläste: Schlussbetrachtung und Ausblick

  • Harriet Häußler

摘要

Die Untersuchung der Himmelspaläste, mit denen Anselm Kiefer sein skulpturales Werk begründet, eröffnet einen vollkommen neuartigen Zugang zum Oeuvre des Künstlers. Anselm Kiefer kann nicht nur als deutscher Künstler der Nachkriegszeit verstanden werden, der in seinen Werken vornehmlich Trauerarbeit und Vergangenheitsbewältigung leistet. Vielmehr ist die große Vielschichtigkeit seines Werkes in den Vordergrund gerückt. Kiefer verarbeitet vermeintlich disparate Konzepte wie die Kabbala, den antiken Mythos, die Gnosis, die Mystik und die Alchemie – vor dem Hintergrund seiner Suche nach dem Sichtbarmachen immaterieller Verwandlungs- und Verfallsprozesse. Eine tiefe Spiritualität, das Verhältnis zwischen Mikro- und Makrokosmos sowie die kunsttheoretische Konzeption der romantischen Ironie liegen seinem Werk fundamental zugrunde. Wiederholt steht dabei die Suche nach den Möglichkeiten des Bildermachens an sich im Fokus. Daher wurden auch die Termini künstlerische Analogisierung und künstlerischer Künstler als neue Begrifflichkeiten für Anselm Kiefer vorgeschlagen.