Raum für Visionen
摘要
Aktuelle Krisen und ein wahrgenommener Mangel an Handlungsoptionen, auch als „Alternativlosigkeit“ bezeichnet, können zu einer Verengung des gedanklichen Blickfeldes führen. Es ist für die Entwicklung von angemessenen Lösungsansätzen zur Bewältigung von Krisen jedoch entscheidend, den gedanklichen Freiraum offen zu halten. Diesen Freiraum können experimentelle Methoden schaffen und nutzen. Das Kapitel stellt Beispiele vor, die den Zugang zu einem prozessualen Verständnis des Planens und Bauens genauso erlauben wie eine phantasievolle Beschäftigung mit dem Kontext, die Realität anerkennt, ohne an ihr zu verzweifeln. Dazu braucht es Raum für Imagination, Visionen und Szenarien, um Partizipation gestalterisch auszudrücken. Das Spannungsfeld bildet dabei das, was gebaut wurde, gebaut wird und gebaut werden kann. (Für dieses Kapitel wurden Texte überarbeitet und aktualisiert, die im Rahmen einer Beauftragung durch Klienten entstanden sind: Reflexive Praxis: Gedanken zu einer Theorie der Schälung/Markus Stenger, Kleine architektonische Freiräume: Das Kaffee-Utopium/Dominik Schoell, und Annäherungen an den Tucherpark: Was Hätte Mies Getan?/Mathieu Wellner.)