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Raum als Krise

  • Mark Kammerbauer

摘要

Raum als Krise diskutiert die Rolle verschiedener Krisenformen, aufgeschlüsselt nach den Kategorien des Räumlichen, der Wahrnehmung, der Erinnerung, der Landschaft und des Bauens. Ziel ist, ein gesellschaftswissenschaftlich begründetes, architekturbezogenes Verständnis von Krisen und Katastrophen in der Welt im Allgemeinen und in Bayern insbesondere zu begründen. Es wird vorausgesetzt, dass eine sozioökonomische Krise nicht von dem Raum trennbar ist, in dem sie sich abspielt. Mediale Rezeptionen zeigen, wie die Wahrnehmung einer Krise hinsichtlich ihrer heterogenen, psychologisch und soziologisch gefilterten Charakteristiken von den Fakten abweichen kann. Ein ähnlich heterogenes Bild geben Erinnerungskulturen ab. Wenn sie sich an Bauwerken festmachen, können entsprechende Krisen nachhaltigen Lösungen im Weg stehen. Nicht nur Städte, auch ländliche Regionen sind betroffen. Jedoch sind diese Krisen menschengemacht, wie Hochwasser demonstrieren. In allen Fällen gibt es diejenigen, die besser mit einer Krise umgehen, und diejenigen, die weniger gut mit ihr zurechtkommen. Den Schlüssel zum Verständnis dieser krisenbedingten Ungleichheit bietet das Konzept der Verwundbarkeit. (Für dieses Kapitel wurde ein zuvor veröffentlichter Text überarbeitet und aktualisiert: Munich Underground Delights/Der Baumeister.)