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Rudolf Virchow: Goethe als Naturforscher und in besonderer Beziehung auf Schiller (1861)

  • Dietrich von Engelhardt

摘要

RudolfVirchow, Rudolf (1821–1902) VirchowVirchow, Rudolf (1821–1902) (13. Juni 1821 Schivelbein/Pommern – 10. Mai 1902 Berlin) studierteSchiller, Friedrich (seit 1802) von (1759–1805) seit 1839 Medizin in Berlin, wurde 1843 bei Johannes MüllerMüller, Johannes (1801–1858) mit einer pathologischen Arbeit promoviert, habilitierte sich 1847 mit einer Studie über krankhafte Verknöcherungen, folgte 1849 dem Ruf auf den Lehrstuhl für Pathologische Anatomie in Würzburg und 1856 auf den Lehrstuhl für Pathologie in Berlin. In seinen Forschungen und Publikationen behandelte VirchowVirchow, Rudolf (1821–1902), Mitglied zahlreicher Akademien des In- und Auslandes, Themen der Pathologie, Medizin, Anthropologie, Ethnologie, Sozialhygiene wie ebenfalls Geschichte der Medizin. Seine Mitteilungen über die in Oberschlesien herrschende Typhusepidemie (1848) warf der Preußischen Regierung schwerwiegende Versäumnisse vor. Die Rückführung aller Lebensformen in seinem mehrfach aufgelegten und in verschiedene Sprachen übersetztem Hauptwerk Die Cellularpathologie (1858) auf die Zelle („Alles Leben ist an die Zelle gebunden“) beeinflusste tiefgreifend Pathologie und Therapie der Medizin. VirchowVirchow, Rudolf (1821–1902) prägte auf der Basis seiner empirischen Untersuchungen die Bezeichnungen Leukämie, Thrombose und Embolie, gründete 1847 neben der kurzlebigen ‚Medizinischen Reform‘ (1848–1849, „Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft, und die Politik ist weiter nichts als Medizin im Großen“) das noch heute bestehende ‚Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin‘, war Gründungsmitglied der liberalen Fortschrittspartei, setzte sich für die Freiheit der Wissenschaft und mit Emil Du Bois-ReymondDu Bois-Reymond, Emil (1818–1896) (1818–1896) und Hermann von HelmholtzHelmholtz, Hermann von (1821–1894) (1821–1894) für einen naturwissenschaftlich und nicht einseitig geisteswissenschaftlich geprägten Bildungs- und Kulturbegriff ein („biologische Grundlage“), warnte aber zugleich entschieden vor der Popularisierung unbewiesener Theorien („restringamur“) wie etwa der Evolutionslehre von Charles Darwin (1809–1882)Darwin, Charles (1809–1882) und kritisierte in dieser Hinsicht Ernst HaeckelHaeckel, Ernst (im Text auch nur H., 1834–1919) (1834–1919).