Lorenz Oken: Über die Schädelwirbel. Gegen Hegel und Goethe (1847)
摘要
LorenzOken, Lorenz (1779–1851) OkenOken, Lorenz (1779–1851) (1. August 1779 Offenburg – 11. August 1851 Zürich) studierteHegel, Georg Wilhelm Friedrich (1770–1831) von 1801–1804 Medizin in Freiburg, wurde 1804 mit einer Arbeit über das Fieber promoviert, habilitierte sich 1805 in Göttingen mit der Schrift Die Zeugung, wurde 1807 als a.o. Professor nach Jena berufen, dort 1812 zum Professor der Naturgeschichte ernannt, folgte 1827 einem Ruf als Professor der Physiologie nach München und 1832 als Professor der Naturgeschichte, Physiologie und Naturphilosophie an die neugegründete Universität Zürich, deren erster Rektor er war. OkensOken, Lorenz (1779–1851) Forschungen erstreckten sich über alle Bereiche der Natur und führten zu zahlreichen Entdeckungen in der Anatomie, Physiologie und Zoologie, galten vor allem der Naturphilosophie. Sein Plädoyer für den Entwicklungscharakter der gesamten Natur verstand er explizit nicht stammesgeschichtlich oder realgenetisch („Alles ist in philosophischem Sinn zu nehmen“). 1817 nahm OkenOken, Lorenz (1779–1851) am Wartburgfest teil, setzte sich für die Pressefreiheit ein, gab von 1817 bis 1848 die enzyklopädische Zeitschrift ‚Isis‘ heraus und gründete 1822 mit einer Reihe Naturforscher und Mediziner die noch heute bestehende ‚Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte‘, Vorbild für zahlreiche europäische wissenschaftliche Gesellschaften. Seine Eröffnungsrede 1807 Über die Bedeutung der Schädelknochen löste einen vieldiskutierten Prioritätsstreit mit Goethe aus, der entsprechende Vorstellungen schon zuvor entwickelt, aber nicht veröffentlich hatte. Den Naturwissenschaften sprach OkenOken, Lorenz (1779–1851) eine zentrale Bedeutung für die schulische Ausbildung und den allgemeinen Bildungsbegriff zu (Über den Wert der Naturgeschichte, besonders für die Bildung der Deutschen, 1809).