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Journalpoetik und Zensur Heine und das „Morgenblatt für gebildete Stände“

  • Julia Kitzmann

摘要

„Sämtliche Redaktoren cottascher Zeitschriften sind mir feindlich, im Morgenblatt verstümmeln sie meine Aufsätze, aufs schändlichste.“ (HSA XX, 367) Diese Zeilen richtete Heinrich Heine am 17. November 1829 an seinen Freund Karl Immermann. Nachdem er ein Jahr zuvor mit der „Reise nach Italien“ den ersten Teil seines italienischen Reiseberichts in Cottas „Morgenblatt für gebildete Stände“ publiziert hatte, waren dort seit Anfang November bereits zwei Folgen seiner „Italienischen Fragmente“ erschienen. Es handelt sich – nach zwei kürzeren Texten– um die ersten längeren dort gedruckten Artikelserien. Während Heine seinen Erzähler im ersten Teil von dem Entschluss zum Aufbruch und dem Beginn der über Österreich führenden Reise berichten lässt – erst in der sechsten der insgesamt neun Lieferungen erreicht er die Grenzregion –, stehen im zweiten die Erfahrungen im von den Habsburgern besetzten Norditalien im Mittelpunkt der Texte.