Einleitung
摘要
In dieser Einleitung skizzieren die Herausgeber:innen den aktuellen Stand der theologischen und philosophischen Beschäftigung mit Familie. Dabei plädieren die Herausgeber:innen insgesamt mit Amoris Laetitia dafür, weniger vom Ideal als von der Realität heutiger Familien auszugehen und Familie in einem wörtlichen und metaphorischen Sinne weiter zu denken. Dass dabei die theologischen Grundanliegen von Schrift und Tradition nicht aus den Augen verloren werden dürfen, versteht sich von selbst. Sie sind es wert, in die Welt des 21. Jahrhunderts übersetzt zu werden. Die Beiträge in diesem Band greifen die hier skizzierten Themen der philosophischen Reflexion auf die Familie und ihren Wandel in gewählten Ausschnitten auf. Sie zeigen, dass jede Detailfrage, die sich hier stellt (Leihmutterschaft, Rechte und Pflichten in der Familie, die staatliche Anerkennung von Familienformen usw.), für sich eine komplexe philosophische Argumentation verlangt und immer wieder zwischen den Ebenen des individuellen Handelns und der politischen Ordnung changiert. Schließlich ist jedes philosophische Argumentieren voraussetzungsreich, dahinterliegende Überzeugungen über den Wert von Autonomie, Gerechtigkeit oder Menschenwürde kommen hier zum Tragen.