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Terror und politische Moral. Erzählstrategien in Juli Zehs Roman Leere Herzen

  • Julia Schöll

摘要

Juli Zehs dystopischer Roman Leere Herzen verhandelt die Zukunft der bundesdeutschen Republik im Jahr 2025 vor dem Hintergrund eines neoliberal-effizient organisierten Terrors. Vor dem Hintergrund der Thesen Georg Lukács’ zum Verhältnis von Inhalt und ästhetischer Form des Kunstwerks fragt der Beitrag nach dem Zusammenstimmen von politischem Plot und ästhetischer Form in diesem Text, speziell nach der narrativen Konstruktion, die sich durch diverse Fokalisierungswechsel zwischen der Hauptfigur Britta Söldner und der nicht näher konkretisierten extradiegetischen Erzählinstanz auszeichnet. Zugleich verweist der Roman im Paratext auf die reale Autorin, die sich hier als wertende Instanz zu erkennen gibt und auf diese Weise die moralische Deutungshoheit über den Text für sich proklamiert.