Im Angesicht des Klimawandels: Ökologisches Engagement oder Zeitgeist-Literatur? Juli Zehs Kinderbücher Das Land der Menschen und Alle Jahre wieder im Vergleich zu den Bestsellern Unterleuten und Zwischen Welten
摘要
Ausgehend von der Beobachtung, dass Juli Zehs Romane Unterleuten und Zwischen Welten trotz ihrer kontroversen Reinszenierung öffentlicher Debatten über den Klimawandel und die Energiewende nicht als ökologisch engagierte Texte rezipiert werden, nimmt der Beitrag erstmals zwei Kinderbücher Zehs in den Blick, die vor dem Hintergrund des Klimawandels eine zweite Lesart anbieten: Das Land der Menschen und Alle Jahre wieder können als Reaktualisierungen der Genres ‚Wintermärchen‘ und ‚Weihnachtsgeschichte‘ verstanden werden. Auch wenn sie nicht explizit zu umweltschonendem Verhalten anleiten, setzen sie sich auf einer symbolischen Ebene mit den Folgen von Globaler Erwärmung und Windenergie auseinander. Angesichts der Feststellung, dass ökologische Transformationen das Lebensgefühl der Figuren in allen vier genannten Werken unhintergehbar prägen, werden sie vergleichend auf den ambivalent bewerteten ‚Zeitgeist‘ bezogen.