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Allgemeine Durchführungs- und Bewertungskriterien

  • Regula Steinlin Egli

摘要

Die Prüfung der selektiven Kraft erfolgt nach Funktionsgruppen. Bei einer MS treten häufig zentrale Paresen auf, welche ganze Muskelgruppen betreffen. Dies ist ein Unterschied zu einer Läsion eines einzelnen peripheren Nervs, die zu einer Parese eines isolierten Muskels führt. Die Prüfung nach Muskelgruppen macht auch funktionell Sinn. An einer Bewegung sind selten nur isolierte Muskeln beteiligt. Vielmehr ist es das Resultat der Aktivierung mehrerer Muskeln, welche gemeinsam eine gewünschte Bewegung ermöglichen. Für eine bestimmt Gelenkbewegung kann die hauptverantwortliche Muskulatur identifiziert werden. Sie wird in der Beschreibung des einzelnen Tests jeweils aufgeführt. Die Bedeutung der unterstützenden Hilfsmuskulatur darf aber nicht übersehen werden. Um bei MS selektive Kraft ohne Spastizität oder unerwünschte Hyperaktivitäten prüfen zu können, sind wichtige Anpassungen bei der Prüfungsdurchführung zu beachten: In der Ausgangsstellung müssen bei vorhandenem pathologischem Tonus im Sinne der Spastizität die Kriterien der Spastikkontrolle streng berücksichtigt werden. Dies bedeutet grösstmögliche Stabilität gewährleisten und jegliche weitere Stimulation von pathologischem Tonus verhindern. Ebenso muss bei der Testdurchführung auf gute Selektivität geachtet werden. Kompensationen im Sinne des Nutzens von pathologischen Synergien dürfen nicht toleriert werden.