Alexander Kluge zwischen kritischer Theorie aus Frankfurt und Frankreich
摘要
Benjamin denkt und schreibt in einem Spannungsfeld, das durch Dialektik, Materialismus und Surrealismus geprägt ist und das von einem theologischen bzw. „metaphysischen Ordnungszusammenhang“ (Bolz, 1985, S. 12) gerahmt wird. Innerhalb dieses Feldes betreibt Benjamin seinen „essayistischen Extremismus“ (ebd., S. 18), wobei er philosophische Erfahrungen im eindringlichen Sinne anstrebt. Die elementare Opposition aus Einzelnem und Allgemeinem will Benjamin durch ein Entwerfen und Interpretieren sprachlicher Bilder im Modus einer „Dialektik im Stillstand“ (V.1, S. 578) unterlaufen. Mit Benjamin gilt, dass sich singuläre Phänomene und Ideen in ihren komplexen Konstellationen an- bzw. auseinander bilden und „das heißt in Kürze: jede Idee enthält das Bild der Welt“ (I.1, S. 228). In dem Wissen darum, dass so ein Bild ein Denkbruchstück bleiben muss, werden in diesem Abschnitt ausgewählte Momente der Gedanken Benjamins als eine „eigenbürtige prosaische Form“ (ebd., S. 209) zwischen Ästhetik und Erkenntnistheorie skizziert.