Eine Schnittstelle zwischen Landschaftsökologie und landwirtschaftlicher Praxis – die Landwissenschaften
摘要
Systemische Herangehensweisen und eine effiziente Vernetzung von Wissenschaft und Praxis ermöglichen grundsätzlich ein Handeln im Landschaftskontext. Die Landschaftsökologie mit ihren Möglichkeiten der Landschaftsanalyse und -modellierung ist dazu in besonderer Weise in die Verantwortung zu nehmen, kann sich somit aber den Herausforderungen einer notwendigerweise neuen landbezogenen Transformationsforschung stellen. Anstelle bei den allenthalben eingeforderten Transformationen bzw. Transformationsprozessen weiterhin viel zu kleinteilig zu agieren, gilt es, die Stellschrauben so zu setzen, dass wir aus dem „Reparaturbetrieb“ rauskommen. (Land)Forschungseinrichtungen müssen zukünftig konzertiert vorgehen, Expertisen müssen neu gebündelt werden, um mit der Praxis neuartige Konsortien zu bilden. Dies kann über innovative Formen des Netzwerkens und der Netzwerke erfolgen. Zudem wäre es durchaus erforderlich, neuartige übergeordnete Organisationsstrukturen zu schaffen, wie die Gründung eines Wissenschaftlichen Landtransformationsforschungszentrums, um in diesem komplexe Fragestellungen in neuer Weise systemisch anzugehen. Dies liefe jenseits der klassischen Forschungsförderung und betriebe als experimentelles Netzwerk Dauerforschung. Als Forschungsstruktur könnte eine Innovationsgenossenschaft dienen, an der neben den Wissenschaften weitere Akteure entlang der landnutzungsbezogenen Wertschöpfungskette beteiligt sind.