Kulturlandschaftsentwicklung in der Mecklenburgischen Seenplatte
摘要
Im Rahmen eines Modellvorhabens der Raumordnung „Regionale Landschaftsgestaltung“, dem die These eines zunehmenden Ausmaßes und einer gesteigerten Dynamik des LandschaftswandelsLandschaftswandel zugrunde lag, wurde in der Mecklenburgische Seenplatte ein Prozess initiiert, der zum Ziel hatte, das Thema Landschaftswandel und darauf bezogene Gestaltungsaufgaben zu diskutieren. Es zeigte sich, dass die These auch in der Region bestätigt wird – dies insbesondere auf der Akteursebene, jedoch auch mit differenziertem Blick. Hier können konkrete Merkmale von Landschaftsveränderungen und damit verbundenen Dynamiken benannt werden. Auf der Basis objektiver Daten zur Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche sowie der Windenergienutzung kann gezeigt werden, dass in der Region die Zeiträume einer dynamischen Entwicklung mindestens 5–10 Jahre zurückliegen und sich diese Entwicklungen räumlich konzentriert vollzogen. Das heißt, dass sich „aktuelle“ Perspektiven der Akteure auf den Landschaftswandel teilweise auf Entwicklungen beziehen, die schon länger zurückliegen, aber scheinbar dennoch als aktuell wirksam erinnert bzw. wahrgenommen werden. Als Ergebnis ist aus dem Modellvorhaben der Ansatz einer erhaltenden Kulturlandschaftsentwicklung für die Mecklenburgische Seenplatte hervorgegangen, aus dessen Grundverständnis sowohl räumlich als auch inhaltlich übergreifende Ziele abgeleitet wurden. Diese sind sowohl über bzw. in formelle Regionalplanung als auch über informelle Prozesse der Regionalentwicklung umzusetzen.