Regulierende Ökosystemleistungen in Agrarlandschaften erfassen
摘要
Regulierende Ökosystemleistungen basieren auf Strukturen und Prozessen in Ökosystemen, die zur Vermeidung bzw. Verringerung von für das menschliche Wohlergehen schädlichen Umwelteinflüssen beitragen oder direkt die Stabilität und Funktionsweise von Ökosystemen steuern. Im Landschaftskontext sind diese Ökosystemleistungen oft nicht direkt ersichtlich, dennoch sind sie extrem wichtig für die Funktionsfähigkeit und einen langfristig guten Zustand von Ökosystemen. Gleichzeitig können regulierende Ökosystemleistungen nur im Landschaftskontext – auf der Basis der Struktur einer Landschaft und ihren Komponenten – verstanden und schlussendlich erfasst bzw. quantifiziert werden. Während die konzeptionellen Zusammenhänge zwischen den Eigenschaften von Ökosystemen und Landschaften und regulierenden Ökosystemleistungen zumeist bekannt und beschrieben sind, ist die praktische Quantifizierung der Bereitstellung regulierender Ökosystemleistungen auf der Landschaftsskala eine methodische Herausforderung, die praxisnahe Lösungen erfordert. In diesem Beitrag werden in zwei praktischen Beispielen Methoden zur Quantifizierung der regulierenden Ökosystemleistung „Regulierung von Bodenerosion“ und „Bestäubung durch Wildbienen“ in Agrarlandschaften erläutert. Dies umfasst die Darstellung grundlegender Konzepte und anwendbarer Modelle, Informationen zu notwendigen Datengrundlagen, Mindestanforderungen an die Datenqualität, Beispielergebnisse für ausgewählte norddeutsche Agrarlandschaften und Hinweise zur Interpretation von Ergebnissen.