Dramatische Satire im Vormärz
摘要
In diesem Beitrag wird anhand mehrerer Beispiele aus verschiedenen ästhetischen Strömungen des Vormärz von ca. 1820–1848 (Romantik, Junges Deutschland, Volks- und Unterhaltungstheater) die dramatische Satire als ‚lustiger Guerillakrieg‘ zwischen liberal-gesinnten Autoren und der Zensurbehörde des deutschen Bundes dargestellt. Besondere Berücksichtigung finden kriegerische Metaphern in den Werken und in der ästhetischen Theorie der Zeit sowie die Funktion der Satire für die Meinungs- bzw. Diskursbildung. Nach einer ästhetisch-theoretischen Einleitung wird das Thema anhand der Werke Eichendorffs, C.D. Grabbes und Büchners als Vorboten dieser Tendenz sowie Autoren des Jungen Deutschland (Karl Gutzkow, Heinrich Laube) und des Unterhaltungs- bzw. Volkstheaters in Wien (Eduard Bauernfeld, Charlotte Birch-Pfeiffer, Johann Nestroy, Friedrich Kaiser) verfolgt. Letztlich wird diese literarische Schlacht als ungemein wichtiges Forum für sonst verbotene Aussagen und wesentliches Medium oppositioneller Denker im Vormärz gewertet.